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Entstehung

Vom Pfarrzentrum zum Bürgerzentrum...

Die Entstehungsgeschichte des Bürgerzentrums beginnt eigentlich schon im Jahr 1968 - genauergesagt am 5. Mai 1968. An diesem Tag erfolgte die Grundsteinlegung für den Gebäudekomplex aus Kirche, Kita und Pfarrheim. Geplant und umgesetzt wurde dieses Bauvorhaben vom Architekten Hanns Schönecker, welches bereits nach einem Jahr fertig gestellt war.

Über Jahrzehnte diente das Gebäude der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius v. Padua in Koblenz Lützel, beherrbergte ein Pfarrbüro sowie eine Pfarrerswohnung. Dem Engagement vieler aktiver Gemeindemitglieder war es zu verdanken, dass das Gebäude im Brenderweg 17-21 lange Jahre rege genutzt wurde.

Mit der Zeit kam das Pfarrheim in die Jahre, unter anderem durch Hochwasserschäden und fehlende Reparaturen sowie Einbrüche.

Als der Stadtteil Lützel 2008 in das Förderprogramm Soziale Stadt aufgenommen wurde, begannen schon bald die Überlegungen, wie die Einrichtung eines soziokulturellen Stadtteilzentrums aussehen könnte. Das zentral gelegene, jedoch sanierungsbedürftige Pfarrzentrum der Kirchengemeinde St. Antonius v. Padua im Brenderweg, kristallisierte sich dabei zügig zu einem geeigneten Ort heraus: Einerseits lag es zentral und bot entsprechende Kapazitäten, andererseits zeigte die Gemeinde großes Interesse bei der Entwicklung und Übernahme der Trägerschaft des Bürgerzentrums.

In den Jahren 2010 – 2013 entstanden so unter der Mitarbeit vieler Akteur*innen und Bewohner*innen zahlreiche Visionen und Ideen, eine Machbarkeitsstudie, Umbaupläne und sogar ein Konzept für die Einrichtung. Viele Gruppen und Projekte zogen in die Räumlichkeiten ein: Der Malpunkt, der Familiennachmittag und andere hauchtem dem Ort wieder Leben ein. Gleichzeitig engagierten sich viele Lützeler*innen für die Vision und die Umsetzung des geplanten "Hauses für Lützel".

Es schlossen sich langwierige Verhandlungen zwischen der Stadt Koblenz und dem Bistum Trier an, am 27. Januar 2015 konnten die Verträge schließlich unterzeichnet werden, sodass einem Umbau nichts mehr im Wege stand.

Nach Freigabe aller Anträge und Genehmigungen, konnte am 15. Juli 2016 die Baustelleneröffnung gefeiert werden und nach knapp zwei Jahren Bauzeit die Eröffnung am 16. November 2018.

Die Kosten für den Umbau wurden zu 90% über das Förderprojekt Soziale Stadt getragen, mit 10% der Kosten beteiligte sich die Stadt Koblenz. Das Bistum hingegen zahlte den kompletten Umbau der neuen Räumlichkeiten für die Polnische Katholische Mission sowie anteilig auch entstehende Mehrkosten und beteiligte sich, neben der personellen Besetzung auch bei der Ausstattung sowie den zukünftigen Sachkosten.